Unsere Partnerstadt Vichy

Unsere Partnerstadt Vichy liegt in der Region Auvergne im Département Allier. Geografisch gesehen beginnt hier, am Nordrand des Gebirges Massif Central, das südliche Drittel Frankreichs. Mit knapp 26.000 Einwohnern ist Vichy nur unwesentlich größer als Bad Tölz

 
Kurzinfo
Koordinaten: 46°  8´ Nord
              3° 26´ Ost
Höhe (Ø):    280 m.ü.NN
Entfernung:  645 km (Luftlinie)
Region:      Auvergne
Département  Allier

Die Auvergne ist eine zauberhafte ursprüngliche Landschaft, Kälte und Feuer haben die Landschaft geformt. In den unzähligen Wasserläufen und majestätischen Vulkankegeln kann man die Elemente fühlen. Die Auvergner zeichnen Beharrlichkeit und rauhe Schale aus, Attribute die uns Bayern nicht unbekannt sind. Berühmtheit verlieh der Auvergne der heldenhafte Einsatz des Keltenfürsten Vercingétorix gegen Cäsars Römer, der in der Comicserie Asterix und Obelix weltweit zum Renner wurde.

Gourmets sind vom Käse aus der Region begeistert:
Bleu d´Auvergne, St. Nectaire, Fourm d´Àmbert , Salers und Cantal sind in aller Munde.
 

Vichy ist Sitz der Sous - préfecture des Arrondissements Vichy, sowie Hauptort der Kantone Vichy - Nord und Vichy - Süd; sie ist nach Montloucon die zweitgrößte Stadt im Departement. Vichy hat ca. 26.000 Einwohner und gilt als das bedeutendste Heilbad Frankreichs. Die Wirtschaft ist mittelständisch strukturiert, bekannt sind die Kosmetikprodukte die den Namen der Stadt führen. Bereits die Römer unter Kaiser Diokletian wussten die Heilwirkung der Quellen zu schätzen, sie gelten als die Gründer der Stadt. Der Name Vichy leitet seinen Namen vom römischen Statthalter Vipiacus ab.

Ab dem Jahre 1344 sind mit Herzog Pierre I. aus dem Geschlecht der Bourbonen die Landesherren.

Das Kloster Célestin, dessen Relikte oberhalb der gleichnamigen Heilquelle heute noch bestehen, wurde von Benediktinermönchen im Jahre 1410 gegründet. Bereits im 16. Jahrhundert wurden die Quellen von Vichy als «Wunderquellen» gehandelt. Allgemeine Anerkennung fanden die Quellen durch die Marquise de Sevignè, deren Heilerfolg bei Rheuma aufhorchen ließ. Ihr Neffe Ludwig XVI. ließ die bescheidenen Badeanlagen ausbauen. Kaiser Napoleon Bonaparte ließ den Parc de Sources angelegen.

Kometenhaften Aufschwung nahm Vichy als Kaiser Napoleon III. Vichy einige Jahre zu seiner Sommerresidenz erwählte. Von 1856 bis 1865, also innerhalb von nur neun Jahren, wurden Infrastruktur, Hotels und Badeeinrichtungen förmlich aus dem Boden gestampft,

In dieser Zeit wurde Vichy zum internationalen Modebad des Hochadels. Villen, Chalets, Hotels wurden gebaut und Parcs angelegt. Bevorzugt wurde der Stil der «Belle Epoque», vergleichbar dem Jugendstil, aber auch in allen möglichen Stilrichtungen wetteiferten die Besitzer um Anerkennung.

1865 wurde das Casino gebaut, 1903 das Centre Thermal des Domes mit der Trinkhalle und dem 700 Meter langen überdachten Wandelgang. Das Opernhaus, heute noch das zweitgrößte in Frankreich, wurde 1903 eingeweiht. Mehr als 100 000 Kurgäste bevölkerten jährlich den Nobelkurort bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Nach dem ersten Weltkrieg erlebte der Kurort wieder eine Blütezeit.

Ab Juli 1940 wird Vichy Sitz der so genannten «Vichy - Regierung» unter Marechal Philippe Petain, die, von den Nazis eingesetzt, die südlichen nicht besetzten Landesteile Frankreichs verwalten sollte. Nach anfänglichen Sympathien wurde diese Konstellation von den meisten Franzosen abgelehnt.

Mit der Einsetzung der Regierung unter General de Gaulle endete dieses unrühmliche Kapitel der deutsch - französischen Geschichte am 25. August 1944. Vichy trug lange Jahre schwer an dieser Bürde, obwohl lediglich die gute Infrastruktur und die 300 Hotels den Ausschlag für die Erwählung zum Regierungssitz boten.

Nach dem Krieg wurde der Badebetrieb wieder aufgenommen, Vichy eroberte sich bald das Prädikat «Königin der Heilbäder». In den Jahren nach 1960 erlebte der Betrieb jedoch erneut einen Einbruch: Heilbäder und Spaßbäder in aller Welt wurden zu Konkurrenten. Zudem brachen die französischen Kolonien weg , was zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führte.

Unter Führung von Bürgermeister Pierre Coulon (1950 - 1967) wurde Vichy zu einer Stadt des Sports. Der Fluss Allier wurde zu einem See aufgestaut, der Parc Omnisports entstand mit den verschiedensten Sportmöglichkeiten, von Basketball, Golf bis hin zum Turf.

In Zusammenarbeit mit der Uni von Clermont Ferrand wurde die Sprachschule Cavilam gegründet, die über 1000 Studierende aus allen Ländern betreut.

Von den zwölf Heilquellen werden noch sechs, genutzt: Die warmen Quellen Chomel , Grande Grille und Hopital, sowie die kalten Quellen Lucas, Du Parc und les Célestins. Letztere ist frei zugängig.

Heilanzeigen gibt es bei Stoffwechselstörungen und Erkrankungen der inneren Organe. Bekanntheit hat in der Thalassotherapie die Vichy - Dusche erlangt. Die Quellen sind so genannte Sauerbrunnen, sie enthalten Kohlensäure (Natriumhydrogencarbonat). Aus den Salzen werden die bekannten Vichy - Pastillen hergestellt.

Seit dem Jahre 1989 ist Dr. Claude Malhuret 1. Bürgermeister der Stadt. Vordem war er Minister für Menschenrechte, und mit Bernard Kouchner zusammen Begründer der Organisation «Ärzte ohne Grenzen», die mit dem Nobelpreis gewürdigt wurde.

Zustädiger Stadtrat für Städtepartnerschaften ist Bernard Kajdan, er pflegt seit seinem Schüleraustausch sehr gute Beziehungen zu Bad Tölz.

 

Rathaus VichyVichy pflegt u. a. auch partnerschaftliche Beziehungen zu folgenden Städten:
Logrogno, Spanien
Dunfermline, Schottland,
Heidelberg,
Wilhelmshaven,
Saratoga Springs, USA
 

 
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