Unsere Studienreisen

Es sind nicht politische Verlautbarungen und Programme, sondern Menschen, die Städtepartnerschaften mit Leben erfüllen. Deshalb fahren Bürgerinnen und Bürger aus Bad Tölz gemeinsam nach Vichy und San Giuliano.

 
Und deshalb kommen Bürgerinnen und Bürger aus den Partnerstädten zu uns. Das ist schon seit Jahren so. Diese Seiten berichten darüber.
 
 
 

"Ins Land wo die Zitronen blühn..."

Tölzer Studienfahrt in die Partnerstadt San Giuliano Terme

Im vergangen Jahr feierten die Tölzer ausgiebig das 50jährige Jubiläum mit der Partnerstadt Vichy, dieses Jahr stehen wieder die Aktionen mit der zweiten Tölzer Partnerstadt San Giuliano Terme in der Toskana im Vordergrund. So präsentierte bereits im April der Tölzer Städtepartnerschaftsverein seine Heimatstadt in San Giuliano. Auf der Agrifiera, der größten Verbrauchermesse in der Toskana, wurden die Vorzüge von Bad Tölz mit Informationsmaterial und Spezialitäten aus der Region mit einem Marktstand an die Messebesucher gebracht.
In der Woche nach Pfingsten machten sich nun einunddreißig Tölzerinnen und Tölzer auf den Weg nach San Giuliano. Gut gerüstet mit einem Italienisch - Sprachkurs, mit Tölzer Schmankerl, mit Freude auf ein Wiedersehen von lieben Freunden und der Hoffnung auf sonniges Wetter traten die Teilnehmer die Reise an. Mit dabei war auch die Tanzgruppe des Trachtenverein Edelweiß mit ihren Musikanten. In den Alpen schüttete es noch wie aus Kübeln, aber als der Apennin durchquert war gab bereits die Sonne eine Kostprobe ihrer südländischen Kraft. Der erste Tag galt der Erkundung der Region, Schiefer Turm, Kathedrale und Baptisterium in Pisa waren faszinierende Anziehungspunkte. Der Ritterorden St. Stefano wurde auf der Piazza dei Cavaliere erklärt, ehe man das Standbild Garibaldis am Arno besuchte, und an seine Bedeutung für die Einigung Italiens erinnert wurde. Zum Bedauern der jüngeren Teilnehmer war Baden im Meer nicht möglich, der Seegang war zu hoch.
Höhepunkt der Reise war natürlich der Empfang bei Bürgermeister Sergio di Maio im großen Sitzungssaal des Rathauses. Mit warmherzigen Worten empfing der Bürgermeister die Freunde und Gäste aus der Partnerstadt.
Gerade in der Zeit politischer Turbulenzen zeige sich die Bedeutung einer internationalen Partnerschaft. Der Besuch erfülle ihn mit echter Freude, sagte der Bürgermeister.
Mit Grüßen des Tölzer Bürgermeisters Sepp Janker und bayrischen Spezialitäten bedankte sich Vereinspräsident und Organisator Martin Englert. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck dass das nächste Treffen der Partnerstädte an Leonhardi in Bad Tölz stattfindet.
Obwohl in der Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt, aber trotzdem viel bejubelt, gab die Plattlergruppe des Trachtenverein Edelweiß im Sitzungssaal eine Probe ihres Könnens.
Einen Eindruck von klösterlichem Leben konnten sich die Tölzer dann im nahegelegenen Kartäuserkloster von Calci machen. Diese Kartause ist eine der der größten Klosteranlagen Italiens, die Entstehung geht auf den Ordensgründer Bruno von Köln zurück. Da kam doch mancher ins Grübeln: Diese riesige und großartige Anlage für nur 15 Patres, Aufnahmekriterien waren 1. adelige Abstammung, 2. akademischer Doktortitel und 3. finanzielle Mitgift. War da die kontemplative Ausrichtung wirklich die primäre Intention?

Von besonderem Interesse war indessen der Besuch in Vinci, der Heimatstadt des Universalgenies Leonardo da Vinci. Im Schatten des dreidimensionalen Modells des Vitruvianischen Menschen wurden im Museum Leonardiano Modelle seiner genialen Erfindungen von Maschinen, Kriegs- und Fluggeräten studiert. Bedauert wurde dass hier nicht intensiver auf seine Künste als Maler eingegangen wurde.

Auf der Rückfahrt wollten wir noch Lucca besuchen, aber die bestellte Führerin hatte wohl ein Problem. Sie schickte uns überall hin nur nicht an den Ort wo sie sich befand. Wir umkreisten im Bus zweimal die zweifellos imposante Stadtmauer und fuhren dann enttäuscht zum Hotel zurück.

Ein weiterer Höhepunkt und mit Freude erwartet war die Einladung der Tölzer bei den Freunden von der Pro Loco und der Pubblica Assistenza. Das Wiedersehen wurde groß gefeiert, Geschenke wurden ausgetauscht und Zukunftspläne geschmiedet. Die Arbeit der Pubblica Assistenza, eine ehrenamtlich tätige karitative Organisation in San Giuliano, wurde vom Städtepartnerschaftsverein mit einer namhaften Spenden unterstützt.
Das Gschau hatten natürlich die Edelweißer mit ihren Auftritt: Da hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl, wenn die Burschen mit dem Bankl - Tanz aufwarteten.
Ein weiterer Höhepukt war die Wanderung auf den Monte Castellare im Naturschutzgebiet Monte Pisano. Der Monte Castellare, ein vorspringender Bergsporn hoch über San Giuliano Terme weist eine große Anzahl geschützten Pflanzen und Tiere auf und ist ein herrlicher Aussichtspunkt über die Region.
Besonderen Anklang fand das anschließende Picknick, das der ehemalige 2. Bürgermeister und Ehrenmitglied des Tölzer Vereins, Pier Luigi Chelossi mit seiner Frau Marilena für die Tölzer ausrichteten.

Mit etwas Wehmut, aber reichlich bepackt mit den Erlebnissen einer interessanten Studienfahrt, mit schönen Begegnungen mit lieben Freunden, natürlich auch mit toskanischen Spezialitäten und der Hoffnung auf ein Wiedersehen an Leonhardi in Bad Tölz trat die Gruppe den Heimreise an.

Martin Englert


 
 

Tölzer Bürgerfahrt 2015 zur Partnerstadt San Giuliano Terme

Es ist schon eine Tradition geworden, die Tölzer Bürgerfahrt in den Pfingstferien zu einer der Partnerstädte San Giuliano Terme oder Vichy. In diesem Jahr hatte der Städtepartnerschaftsverein Bad Tölz wieder eine Reise zu den Freunden in der Toskana organisiert. Ein interessantes Programm hatte Vereinspräsident und Reiseleiter für die Teilnehmer ausgearbeitet. Im Mittelpunkt stand zweifellos der herzliche Empfang der Tölzer durch Bürgermeister Sergio di Maio im Rathaus der Partnerstadt. Die Tölzer sind uns wie lieb gewordene Familienmitglieder, die wir nicht mehr missen wollen, betonte di Maio in seiner Begrüßungsrede. Mit einem Stadtwappen und einem Tragl Tölzer Lebenselixier bedankten sich die Reiseteilnehmer für den überaus freundschaftlichen Empfang. Breiten Raum nahmen auch die Besprechungen der weiteren Aktionen beider Partnerstädte ein. Als nächste gemeinschaftliche Aktion nehmen Sportler aus San Giuliano am Tölzer Triathlon teil. Auch der Austausch weiterer Sportarten wie Fußball, Volleyball und Schwimmen soll jetzt umgesetzt werden. Zu Leonhardi wollen die San Giulianeser zu einem Gegenbesuch nach Bad Tölz kommen.

Obligatorisch bei der Bürgerfahrt sind natürlich ein Besuch der Nachbarstadt Pisa und ein kurzer Trip ans Meer. In einer Exkursion auf das unter Naturschutz stehende Gebiet der Monti Pisani lernten die Tölzer die Vielfalt der mediterranen Flora und Fauna kennen, ehe sie sich bei einer Brotzeit im Verwaltungszentrum des Naturschutzgebietes von den Strapazen erholen durften.

Ein wichtiger Punkt für die Tölzer war der Besuch des Mahnmales der NS - Kriegsverbrechen Ende 1944. Die Einwohner hatten sich vor den nach Norden zurückweichenden deutschen Militärverbänden in die angrenzenden Berge von La Romagna geflüchtet. Dort wurden sie von der SS aufgestöbert und 69 Einwohner getötet. Angeblich weil man sie für Partisanen hielt. Ganze Familien wurden ausgelöscht. Englert betonte in seiner Rede, dass man das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen könne, das ist und bleibt ein Kapitel deutscher Geschichte, leider das traurigste.
Aber es ist unsere Aufgabe wachsam zu sein und alles dafür zu tun das sich die Geschichte nicht wiederholt. Die internationalen Städtepartnerschaften wollen ihren Beitrag dazu leisten.
Die Tölzer Delegation legte ein Blumengebinde am Mahnmal nieder.

In einer Exkursion wurde Siena besucht, die aufgrund ihrer geschlossenen mittelalterlichen Bausubstanz als die schönste Stadt der Toskana bezeichnet wir. Siena ist die Heimatstadt der hl. Katharina, der Schutzfrau Italiens. Neben dem imposanten Dom war natürlich der Campo besonderer Anziehungspunkt für die Tölzer. Hier findet alljährlich im August das berühmte Pferderennnen, der nicht unumstrittene Palio, zwischen den 17 Contraden Sienas statt.

Beim Ölbauern Baroni in Rigoli wurde den Tölzern die Kultivierung der Ölbäume und Herstellung des Olivenöles gezeigt, und die Unterschiede der Bezeichnung der Qualitätsbezeichnung ?Extra Vergine? erläutert. Einen besonderen Programmpunkt hatte man sich zum Schluss aufgehoben: Als Dank für die herzliche Aufnahme hatten die Tölzer ihre Freunde zu einer bayrischen Brotzeit in den Saal der Pubblica Assistenza geladen. Dabei hatte man eine besondere Überraschung parat:
Dem ehemaligen Direktor der Tourist Info von San Giuliano, Roberto de Angelis, wurde mit einer prachtvollen Urkunde die Ehrenmitgliedschaft des Tölzer Städtepartnerschaftsverein verliehen.
In seiner Laudatio in italienischer Sprache, verwies Englert auf die besonderen Leistungen de Angelis` insbesondere als Wegbereiter der Partnerschaft vor nunmehr 12 Jahren. Auch die Betreuung der Bürgerfahrten waren ihm stets ein besonderes Anliegen. Als Jäger pflegt de Angelis auch gute Beziehungen zu den Tölzer Waidmännern. Tief bewegt nahm de Angelis die Ehrung entgegen. Er dankte allen Tölzerinnen und Tölzern für diese Auszeichnung und freute sich über die von Marsilius kunstvoll gestaltete Urkunde.
Mit der Gewissheit, dass die Partnerschaft lebt, und dass diese Bürgerfahrt die partnerschaftlichen Beziehungen weiter vertieft hat, traten die Tölzer ihre Heimreise an.

Martin Englert


 
 

Bürgerfahrt nach Vichy in der Auvergne vom 26.6. - 2.7.2012

Nachdem es sich unsere kleine Gruppe (16 Teilnehmer) zu noch nächtlicher Stunde im großen Bus der Tölzer Autoreisen bequem gemacht hatte, fuhren wir pünktlich um 5:00 Uhr früh los. Mit unserem 1. Fahrer ging es bis Karlsruhe. Er wurde dann von dem Allroundtalent Sigi, der uns auch in Frankreich herumkutschierte, abgelöst. Auf der Fahrt, die über die Peripherie von München zur Stuttgarter AB führte, fiel so mancher in schlafähnlichen Dämmerzustand, der dann im weiteren Verlauf durch Essen und Trinken sowie kurzen Aufenthalten in Raststätten, verschwand. Von Karlsruhe ging es nach Süden, begleitet vom Schwarzwald und in der Ferne den Vogesen, dann über den Rhein um bei Mulhouse (früher Mülhausen) Frankreich zu erreichen. Dann südwestlich Richtung Vichy, unserer Partnerstadt, wo wir nach nicht ganz 14 Stunden unser Hotel Midland erreichten. Bernard, unser Begleiter und Betreuer für die nächsten Tage, erwartete uns schon. Da wir ihn fast alle kannten, war die Begrüßung sehr herzlich. Nach der Zimmerverteilung trafen wir uns zu einem vorzüglichen Abendessen.

Am nächsten Tag Mittwoch, 27.6. war eine Stadtführung mit Bernard angesagt. Wir schlenderten bei Sonnenschein durch Altstadt und Kurviertel zu Oper und Quellen, wo wir auch einen Probeschluck von der Celestin-Quelle nahmen. In der Mittagspause gingen einige durch den Park an den Allier, der hier aufgestaut worden ist. Nachmittags war das Sportzentrum angesagt. Wir sahen dort auch den Ort der Städtepartnerschaften mit dem Tölzer Löwen, nicht weit von der Sporthalle Pierre Coulon, in der das Musikfestival «Vents de Folie» am 30.6., ein Fest zum 150jährigen Bestehen der «Société Musicale de Vichy», stattfinden sollte.

Donnerstag, 28.6. ging es in die nähere Umgebung von Vichy. Zuerst wollten wir nach Charroux, einem Dorf mit alter Bausubstanz, das wir auch nach einem längeren Umweg (diese Autobahnen!) erreichten. Wir hörten von der alten Geschichte des Ortes, von Senf und anderen Erzeugnissen. Dann ging es zur Weinprobe beim Weinhändler Denis Barbara in der Nähe von Saint-Pourcain. Das anhaltend schwüle Wetter machte uns schon etwas zu schaffen. Umso erfreuter waren wir, das wir kühle Weinkeller besichtigen konnten. Hier war auch ein Imbiss hergerichtet. Denis erzählte uns sehr ausführlich und engagiert von seinem Wein und der Imbiss nach der Weinprobe - rot und weiß - war ausgezeichnet. Bernard übersetzte fleißig. Danach ging es zum Pferderennen auf der Pferderennbahn von Vichy-Bellerive, wo einige sogar etwas gewonnen haben. Am Abend fand der französisch-bayerische Abend im Lokal der Folklore-Gruppe «Vichy et ses Sources» statt. Für diesen Abend hatten wir unser Bier, Wurst, Schinken und andere Spezialitäten mitgebracht. Hier trafen wir auch unter anderen Bruno Besson, den wir schon kannten, da er bereits in Bad Tölz war. Auch mit seinem Sohn Valentin, der uns immer das neueste Fußballergebnis - es war Halbfinale - durchgab, konnten wir uns schon ganz gut auf deutsch verständigen. Es war ein gelungener Abend, wenn nur nicht diese Hitze gewesen wäre. Etwas Abkühlung war nur vor der Tür möglich, wo eine große Menge Mauersegler umher schwirrten. Sonst verscheuchen die Vichyaner am Abend Stare und Krähen mit Böllern.

Am Freitag, 29.6. machten wir einen Tagesausflug in die Auvergne, wo auch ein Picknick vorgesehen war. Zuerst besuchten wir die Papiermühle Richard de Bas in Ambert. Dieser Ort ist für seinen vorzüglichen Käse, den einige später einkauften, berühmt. Die alte Papiermühle noch mit alten Wohnungs- und Arbeitsgegenständen war für uns sehr interessant. Den anschließenden Picknickplatz fand Bernard an einem See. Hier ließen wir es uns bei einer Brotzeit - natürlich mit Wein - im Schatten gutgehen. Danach stand die Messerstadt Thiers auf dem Programm. Bernard hatte die Idee, statt der heißen Stadt die Abteikirche von La Chaise-Dieu zu besuchen, was auch gemacht wurde und alle sehenswert fanden und wo es auch einen Raum mit Flüsterecken gab. Auf der Fahrt kamen wir an der Stadt Clermont-Ferrand - der Hauptstadt der Auvergne - vorbei und konnten in der Ferne die Buckel der erloschenen Vulkane, die Puy´s bewundern. In der Zwischenzeit war auch unsere Tölzer Stadtkapelle in Vichy eingetroffen.

Am Samstag, 30.6. begaben wir uns zum Rathaus, wo Standkonzerte unserer Stadtkapelle und einer Musikgruppe aus Dumfermline in Schottland, einer weiteren Partnerstadt von Vichy, mit Dudelsäcken und Tracht, vor dem Rathaus stattfanden. Dann schloss sich im Rathaus der offizielle Empfang der Stadt Vichy durch Bernard als Vertreter der Stadt an. Beim anschließenden Umtrunk kamen wir mit den Schotten ins Gespräch und lernten, dass die Schotten sich nicht mit cheers zu prosten, sondern «slang» sagen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Am Abend fuhren wir zum Musikfestival in die Sporthalle Pierre Coulon im Sportzentrum. Die Schwüle ließ nicht nach und Gewitter kündigten sich an. Kurz vor Beginn der Veranstaltung gingen in der vollen Halle erst einmal fast alle Lichter aus. Bruno Besson und andere rasten wild umher. Da es später und später wurde, kamen 3 Musikgruppen heraus und spielten ohne Noten: unsere Stadtkapelle, eine Gruppe aus Genf, auch eine Partnerstadt von Vichy, und die Musikgruppe der Flotte aus Toulon. Dann ging mit einem lauten Aaah? auf einmal das Licht wieder an und alle 6 Musikgruppen zeigten, was sie können, zum Teil mit Einlagen. Weit nach Mitternacht war es zu Ende. Da Sigi mit unserem Bus nicht zur Verfügung stand, bat Bernard Freunde, uns zum Hotel zurückzubringen. was wunderbar klappte.

Am Sonntag, 1.7. fand ein Festgottesdienst in der Kirche Saint-Louis mit unserer Stadtkapelle statt. Es hieß, die Kirche war noch nie so voll. Da am Nachmittag die große Parade aller Musikgruppen durch die Straßen von Vichy zum Kurhaus stattfinden sollte, gingen einige noch zu der Sonntagvormittag offenen Markthalle um noch was einzukaufen und etwas zu essen. Dann gingen wieder einige von uns zum Place de Gaulle bei der Post, um die Aufstellung der Musikgruppen mitzuerleben. Hoffentlich regnet es nicht war unser Gedanke. Das nächste Ziel war das Kurhaus, an dem sich alle Gruppen einfanden und wieder spielten. Es war ein gelungener Abschluss. Nach dem Abendessen mussten wir schon packen, da am nächsten Tag, Montag, 2.7. die Abreise bevorstand.

Das war ein schwerer Abschied von Bernard, es hatte uns allen sehr gefallen und es ging alles so reibungslos, jedenfalls für diejenigen, die nicht verantwortlich waren. Sogar die Franzosen hupten und schimpften nicht, wenn unser Bus mal eine Straße versperrte. Sie warteten geduldig. Auch waren sie sehr hilfsbereit, wenn man etwas gefragt hat, obwohl sie uns als Deutsche erkannten. Das Wort jumelage (Partnerschaft) löste Verständnis und Freundlichkeit aus.

Au revoir jusqu´à la prochaine fois (ist bestimmt nicht ganz richtig)

Renate Polatzek


 
 

Ins Land wo die Zitronen blüh´n (Bürgerfahrt 2010)

Studienfahrt 2010 des Städtepartnerschaftsvereins Bad Tölz - Vichy - San Giuliano Terme e.V. zur Partnerstadt San Giuliano Terme am 22. Juni 2010

Reisebericht

Nicht nur ins Land wo die Zitronen blühn - auch in das Land «wo die Sonne scheint» führte die diesjährige Studienreise des Vereins. 33 Tölzerinnen und Tölzer, dabei auch die Greilinger Streichmusik und die Harfenistin Rita Reiter, machten sich am Dienstag nach Pfingsten auf den Weg zur Partnerstadt in der Toskana. Die Abfahrt im Reisebus erfolgte bei üblichem regnerischem Wetter. Die Fahrt ging zügig voran, so dass wir überpünktlich in unserem Hotel California in Madonna del Acqua ankamen. Und wie bestellt herrschte in der Toskana schönes Wetter!

Am kommenden Tag stand die Erkundung Pisas auf dem Programm. Unsere Führerin Sabrina Lanzoni erläuterte mit viel Witz und Charme ihre Heimatstadt. Auf dem Campo dei Miracoli wurden neben Baptisterium und Torre Pendente in der Kathedrale auch das Grab des deutschen Kaisers Heinrich VII. aus dem Hause Luxembourg besucht, und natürlich auch die Gedenkstätte des Stadtpatrons Ranieri. Dom, Baptisterium und Kathedrale sind auf unsicherer Gründung im Stil der Pisaner Lucceser Romanik erbaut. Galileo Galilei erlangte hier seine bahnbrechenden Erkenntnisse über Pendel- und Fallgesetz, und die Künstler Pisano schufen ihre vielbestaunten Werke wie z. B. die Kanzel. Die Piazza dei Cavalieri versetzte die Besucher in das Zeitalter des St. Stefano - Ritterordens. In dem imposanten Gebäude an der Piazza mit dem wunderbaren Graffitti - Schmuck präsentierte sich die Hochbegabten - Universität von Pisa. Sie wurde vom französischen Kaiser Napoleon I. als eine Fakultät der Sorbonne gegründet. Über dem Arno hinweg gab es dann interessante Ausblicke auf die Kirche Santa Maria alla Spina und auf die Zitadelle mit dem markanten Turm.

Einen Eindruck wie der Meeresstrand und das Hinterland ohne menschliches Zutun ausschauen könnten, erhielten die Teilnehmer im Naturschutzpark San Rossore. Ein Mitarbeiter der Parkverwaltung erläuterte mit viel Engagement die Besonderheiten dieses großartigen Naturparks, der früher Eigentum des italienischen Königshauses war. In den Park wurden wir mit der Bockerl - Bahn gefahren, manchmal eine staubige Angelegenheit, besonders für den hinteren Waggon.

Mit einem Gottesdienst zusammen mit vielen Einheimischen am Bergkreuz der Familie Lombardi fand der Tag einen würdigen Abschluss. Rita Reiter hatte auf Wunsch von Romano Lombardi mit den Fahrtteilnehmern eine baierische Messe einstudiert, die zusammen mit den Musikanten beim Gottesdienst aufgeführt wurde. Mit einem zünftigen Abendessen, zu dem Romano die italienischen und bayerischen Gäste geladen hatte, klang der Tag aus.

Der nächste Tag begann mit einem Höhepunkt der Fahrt, dem Empfang bei Bürgermeister Paolo Panattoni im großen Sitzungssaal des Rathauses der Gemeinde von San Giuliano Terme. Der Bgm. erläuterte die Bedeutung der internationalen Partnerschaften und freute sich über die positive Entwicklung der Partnerschaft seiner Gemeinde mit Bad Tölz. Stadtrat Dreisbach bedankte sich für den Empfang durch den Bürgermeister. Martin Englert überreichte Bgm. Panattoni das neue Tölzer Buch von Chr. Schnitzer mit italienischer Übersetzung. Durch für uns typische toskanische Landschaft ging es dann nach Lajatico, wo die Exkursion zum Weingut von Alessandro Cecannti auf dem Programm stand. Zugegeben, kein ganz einfaches Unternehmen, sind doch die toskanischen Nebenstraßen nicht unbedingt für einen deutschen Reisebus prädestiniert. Aber eine großartige Leistung des Busfahrers Daniel.

In seinem Hof erklärte uns Alessandro mit Hilfe von Herrn Bernardo Buschkötter, einem ansässigen Deutschen, die Besonderheiten des Weines in seinen Lagen und die Kultur seiner Rebsorten. Natürlich mussten wir uns auch von der Qualität der angebauten Weine überzeugen. wogegen wir uns nicht sehr sträubten. Dazu servierten Alessandros Töchter Verusca und Samanta toskanische Gaumenfreuden, die Greilinger Streichmusik spielte grüawig auf, ein Nachmittag zum träumen. Doch allzu bald hieß es wieder: Auf gehts, der bayerische Abend muss vorbereitet werden.

Roberto de Angelis hatte in bewährter Weise die Versammlungsstätte der Jäger in Agnano organisiert. Dank der Mithilfe vieler Reiseteilnehmerinnen und Reiseteilnehmer gingen die Vorbereitungen auch zügig voran, bis man dann zu der weisen Erkenntnis gelangte, dass man Wurst und Schinken aus dem Kühlraum des Hotels doch besser hätte mitnehmen sollen. Roberto lachte nur. «Come in Italia», sagte er, setzte sich ins Auto und holte die Wurst. Unsere Befürchtungen dass Agnano doch von San Giuliano etwas abgelegen sei wurden bald zerstreut, eine große Anzahl Freunde aus SGT war unserer Einladung gefolgt, auch der 2. Bgm. Juri Sbrana. Die Gäste waren begeistert von den Spezialitäten aus Bad Tölz, und ließen sich natürlich das Reutberger Bier vom Faß schmecken. So erlebten wir gemeinsam mit unseren Freunden einen schönen Tölzer Abend in einer lauen Sommernacht in der Toskana. Unsere Musikgruppe spielte wie gewohnt fleißig auf.

Am Freitag stand die Exkursion nach Florenz auf dem Programm. Leider konnten wir nicht allzu früh aufbrechen, weil der Bus die 12 Stunden Standzeit einhalten muss. Die Pro Loco gab uns freundlicherweise eine Tourismusstudentin aus Lucca mit auf den Weg. (Sie kannte sich ähnlich gut aus wie wir). Nach einer Fahrt in der mitttäglichen Rushhour durch das Zentrum von Florenz trafen wir auch wirklich unsere Führerin in der Viale Strozzi am Bahnhof. Zügig voran ging es dann zur Kapelle der Medici und auf den Domplatz. Der Dom, der berühmte David von Michelangelo wurden entsprechend gewürdigt, ebenso der Neptunbrunnen und andere eher dürftig bekleidete Kunstwerke. Am Palazzo Vecchio, der heute der Stadt als Rathaus dient, gings vorbei zu den Uffizi und den Arno entlang bis zur Ponte Vecchio. Neben deren Geschichte gab es hier auch einen Blick auf San Miniato. Die geballte Vielzahl großartiger Kunstwerke schwappte wie eine riesige Woge über uns herein. Man bräuchte wohl eine Woche und mehr, um alles in sich aufnehmen und verarbeiten zu können. Die Studienfahrt des Vereins kann nur, soll aber Anreize schaffen für weitere Vertiefung der Eindrücke. Deshalb haben auch viele Teilnehmer den Saurüssel des Wildschweins hinterhalb der Loggia dei Lanzi gestreichelt. Das bedeutet dass man wieder nach Florenz zurückkehrt. Mit einem vorzüglichen Abendessen in der Villa Poschi in Pugnano, zu dem uns die Gemeinde von San Giuliano eingeladen hatte, endete dieser an Eindrücken so reich gesegnete Tag.

Am Samstag morgen gabs dann reichlich Zeit zum Assschlafen, Besorgungen zu machen oder auch im hoteleigenen Pool zum Schwimmen. Nachdem der Bus wieder vorschriftsmäßig geruht hatte ging es dann zum letzten Höhepunkt unserer Studienfahrt, der Wanderung auf den Monte Castellare. Der Monte Castellare ist im Naturschutzgebiet gleichen Namens der erste kleinere Berg südöstlich von San Giuliano, im Gebiet des Monte Pisano. Von weitem grüßt schon die Villa Bosniascki oberhalb der Olivenbaumhaine ins Land. Nach gut einer Stunde Aufstieg über einen felsigen Fahrweg erreicht man das Plateau der Villa die seit dem 2. Weltkrieg leider nur mehr eine Ruine ist. Der Aufstieg allein war schon ein Erlebnis, in bizarrer Felslandschaft standen die vielen Arten von Blumen und Kräutern in schönster Blüte, dann am Plateau oben der atemberaubende Blick über die Ebene bis nach Sardinien rüber. Anton Krettner hätte gesagt: kanns denn was schöneres geben ... Den krönenden Abschluss bildete ein Picknick auf dem Berg, das unsere Freunde Pier Luigi, Roberto, Maurizio und Giuseppe ausgezeichnet vorbereitet hatten. Mit einer ortsüblichen kleinen Siesta ließ man das Erlebnis auf sich einwirken.

Am Sonntag machten wir uns schon frühmorgens auf den Weg nach Hause, voller Spannung was uns erwartet. Und was wars: Regen, Kälte Nässe. Wie gut, dass wir in der Toskana waren.

So blieben uns nur die Erinnerungen an eine äußerst interessante Studienfahrt, so manches Schmankerl aus der Toscana, und den meisten ein Schnupfen der sich gewaschen hatte.

M. Englert


 
 

Festes Fundament für fortschreitende Freundschaft (Bürgerfahrt 2008)

Tölzer Bürgerfahrt zum 5-jährigen Partnerschaftsjubiläum nach San Giuliano Terme

"Das Fundament trägt, nun können wir an die Ausgestaltung des Hauses gehen." Dieses Bild zeichnete Josef Janker in seiner Ansprache zum fünfjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Bad Tölz und San Giuliano Terme. Der Vergleich passt. So schien es zumindest bei der Bürgerfahrt in der Pfingstwoche. Knapp 60 Tölzer fuhren mit dem Bus oder dem eigenen PKW in die Toskana, um dort bei vielen gemeinsamen Unternehmungen die Kontakte zu der italienischen Partnerstadt zu vertiefen und so dem Hause "Amicizia" ein paar neue Räume hinzuzufügen.

Und es ist dabei nicht zu übersehen, dass mit jedem Treffen ein wenig Fremdheit schwindet. Bestens vorbereitet durch einen Italienisch-Crashkurs von Lidia Tapparelli - Rohrer beschränkten sich die Tölzer nicht auf das bloße Besichtigen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten - wenn auch gerade die Städte Pisa und Lucca natürlich für sich schon eine Reise wert sind - sondern wagten auch das Gespräch mit den südlichen Gastgebern. Der Boden hierzu war schließlich aufs Beste bereitet. Mit herzlicher Gastfreundschaft wurden die Tölzer empfangen, eine Einladung folgte der nächsten. Dass dabei jedes Mal üppige Spezialitäten aus toskanischer Küche und Keller aufgetragen wurden, ist fast schon eine Tradition und Garant dafür, dass das Zeichen zum Aufbruch allabendlich für die meisten viel zu früh kam.

Höhepunkte zu nennen ist daher schwierig. Natürlich stand das große bayerisch-italienische Fest auf der Piazza Shelley in San Giuliano Terme im Mittelpunkt der Reise. Ihm war sogar Petrus ziemlich wohlgesonnen: Obwohl es am Morgen noch kräftig geregnet hatte, verzogen sich die Schauer zum Beginn der Veranstaltung und setzten erst kurz vor ihrem Ende wieder ein, um dann allerdings die Tölzer Delegation auch noch auf der Rückreise und bis über die Landesgrenze hinaus zu begleiten. Aber zumindest Samstag nachmittag war es trocken und so konnten die Trachtler und die Goaßlschnalzer ebenso ungestört ihr Können zeigen wie die Musikkapelle Verdi und die toskanische Trachtengruppe. Die Bürgermeister beider Gemeinden bekräftigten bei offiziellen Ansprachen ebenso wie Landrat Josef Niedermaier ihren deutlichen Wunsch, die Partnerschaft weiterhin auszubauen mit dem Ziel, die Europäische Union nicht beim bloßen politischen Konstrukt zu belassen, sondern wahres Verständnis und Freundschaften zwischen den Menschen der einzelnen Länder zu schaffen.

So gab es zahlreiche bayerisch-toskanische Gespräche zwischen den verschiedenen Interessensgruppen, etwa bei der großzügigen Einladung nach Asciano durch die "Cacciatore", die Jäger der Region, oder von der "Pubblica Assistenza", der Rettungsorganisation in Metato, die mit einer Lotterie und einer eigens engagierten Band für Stimmung sorgte. Liebevoll vorbereitet auch die Wanderung auf den Monte Castellare, bei der ein Naturführer die ganz besondere Vergetation erklärte und es eine außérgewöhnliche Blütenvielfalt zu bestaunen gab. Auf dem Hochplateau hatte die Pro Loco, San Giulianos Tourist - Info mit ihrem Chef Roberto di Angelis und seinen unermüdlich um das Wohl der Gäste besorgten Mitarbeiterinnen Carolina, Chiara, Marianna und Patrizia in den Ruinen eines kleinen Palais ein schmackhaftes Buffet angerichtet.

Ein weiterer Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes war die Einweihung des von Karl Drexl gestifteten Bergkeuzes bei Romano Lombardi mit festlicher Messe im Freien zwischen zahlreichen Olivenbäumen, die von der Reisegruppe mit bayerischen Liedern umrahmt wurde.

Dass das anschließende Abendessen besonders gut mundete, lag nicht nur an der Höhenluft und dem wunderbaren Ausblick von der Terrasse des Hauses, sondern auch an den ausgezeichneten Köstlichkeiten, die Romano in nicht nachlassender Fülle auftischte.

In einer lauen Frühsommernacht mit Blick auf das Tal des Serchio, einem Glas feinen Chianti in der Hand, mit Spezialitäten wie Mozzarella di Buffala, Prosciutto di Toscana, Pecorino, diversen Antipasti und ähnlichem - so lässt sich das dolce Vita a la italiana auch von überzeugten Bayern genießen.

Aber auch für die Italiener gab es Unbekanntes zu entdecken. Etwa bei dem mit großem Aufwand vorbereiteten Auftritt des Pacherschen Figurentheaters. Niemand wollte es Organisator und Reiseleiter Martin Englert in San Giuliano Terme so recht glauben, dass es auch Marionettentheater für Erwachsene gibt. Und so war ein großer Teil der Gäste bei der Uraufführung im Teatro Rossino noch im sehr kindlichen Alter. Nun ist das - eigens in italienische Sprache übersetzte und auf die lokalen Verhältnisse angepasste - Stück "Truffaldino in Vacanza" an Goldonis "Diener zweier Herren" nicht unbedingt ein Kasperltheater. Aber die Kleinen genossen dennoch die hübschen Kostüme, kleinen Gags und das Spiel an sich, während die Eltern erstaunt feststellten, dass auch sie ihre Freude an dem Spiel der Puppen haben konnten. Jedenfalls gab es großen Applaus im voll besetzten Haus.

Krönender Abschluss der mit Ereignissen vollgepackten Tage war dann das Abendessen in der Villa Poschi. Im eleganten Rahmen wurde ein vielgängiges und delikat zubereitetes Menü serviert. Angeregt die Unterhaltungen an den häufig binational besetzten Tischen, wohlsortiert auch die Getränke, angenehmes Genießen in gelöster Atmosphäre - kein Wunder, dass niemand gerne den Heimweg antrat.

 
 
 

Bürgerfahrt 2007 nach Vichy - Brückenbau im Land der Schlösser, Quellen und Vulkane

Mitten ins Herz Frankreichs in die Auvergne führte Anfang Juni die diesjährige Bürgerfahrt zur Tölzer Partnerstadt Vichy. Und immer wieder stellen Bayern und Franzosen fest: Die Freundschaft wächst, doch sie muss auch gepflegt werden.

Bad Tölz - Raue Schale, weicher Kern: Den Auvergnaten wird eine ähnliche Mentalität wie den Bajuwaren nachgesagt. Weniger vor den Bewohnern als vor der Landschaft warnte bereits im Jahr 470 Sidoine Apollinaire alle Reisenden. Der Bischof der Stadt Clermont behauptete von der Auvergne: "Dieses Land ist so schön, dass die Fremden selbst den Namen ihrer Heimat vergessen."

Davon konnten sich die rund 50 Teilnehmer der Bürgerfahrt überzeugen, die der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft nun zum zweiten Mal veranstaltet hat. Der Verein wurde 2004 gegründet und von der Stadt Bad Tölz mit der Pflege der beiden Städtepartnerschaften Vichy und San Giuliano Terme betraut. Neben Aktivitäten wie dem Kulturaustausch sind regelmäßige Besuche in Frankreich und Italien vorgesehen. "Das ist kein Urlaub, sondern eine Studienreise. Deshalb engagieren wir uns auch finanziell", erklärt Martin Englert, Vorsitzender des Vereins und Beauftragter des Tölzer Stadtrats für Kultur und Städtepartnerschaften. "Ziel ist das gegenseitige Kennenlernen. Wir wollen die städtepartnerschaftlichen Beziehungen vertiefen und ein bisschen mehr die Landessprachen lernen."

Durch einen Crash-Kurs in Französisch und eine Informationsveranstaltung war die Tölzer Delegation bestens vorbereitet. Als Mitglieder des Stadtrats reisten neben Englert auch Hilde Fruth und Karl Drexl in die rund tausend Kilometer entfernte Partnerstadt. Ebenfalls mit von der Partie waren aktive Plattler und Volksmusikanten: die Jugendgruppe des "Trachtenverein Edelweiß" und die "Melkstattmusi".

Vichy hat insgesamt fünf Partnerstädte. Am intensivsten pflegen die Franzosen die Verbindung mit Bad Tölz. Seit 1966 hat sich im persönlichen, kulturellen, schulischen und sportlichen Bereich ein reger Austausch entwickelt. Nach einem zwischenzeitlichen Durchhänger ist er in den letzten Jahren wieder sehr lebendig geworden.

In Vichy, einst dem bedeutendsten Nobelkurort Frankreichs, sprudeln von den ursprünglich zwölf berühmten Heilquellen noch sechs im Kurbetrieb. Die bekannteste Quelle ist Les Célestins. Nach einem Probeglas meinte ein Tölzer mit verzogenem Gesicht: "Wenn´s nach dem Wasser geht, schmeckt die Gesundheit etwas bitter." Vichy hatte seine Blütezeit in der Belle Epoque des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Erst seit einigen Jahren investiert die Stadt verstärkt in die Infrastruktur. An vielen Stellen wird eine Aufbruchstimmung spürbar.

Für die Tölzer ist Vichy ohne ein Zusammentreffen mit Stadtrat Bernard Kajdan undenkbar. Der Kommunalpolitiker hat in Heidelberg Germanistik studiert und engagiert sich seit Jahrzehnten in der Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland. Der Träger der Silbernen Bürgermedaille von Bad Tölz führte die Delegation durch das Zentrum seiner Heimatstadt und vertrat auf dem offiziellen Empfang den Bürgermeister Dr. Claude Malhuret. "Wir denken gerne an die eindrucksvolle Jubiläumsfeier zum 40jährigen Bestehen unserer Partnerschaft zurück", so Kajdan in seiner Begrüßungsrede. "Viele neue persönliche Kontakte sind dabei hergestellt und bestehende Freundschaften aufgefrischt worden. Lassen Sie uns daran anknüpfen!"

Politischer sah es der Delegationsleiter Martin Englert: "Unsere Städtepartnerschaft mit Vichy ist auch im 41. Jahr eine große Verpflichtung. Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen. Wir wollen Brücken wieder aufbauen, die Andere vor uns mutwillig zerstört haben."

Das umfangreiche Programm führte die Tölzer zu einer Weinprobe im benachbarten Saint-Pourçain und ins Lokal des Brauchtumsvereins "Vichy et ses Sources". Die Folkloregruppe unter Leitung von Alain Ugonet war mit ihren Trachten und ihrer Musik aus Drehleier und Dudelsack letztes Jahr im Isarwinkel zu Gast.

Für viele unbekannt war die Messerstadt Thiers, in der seit über 500 Jahren die besten Schneidwerkzeuge Frankreichs hergestellt werden. Die dafür notwendige Wasserkraft gewinnt der an steilen Berghängen liegende Ort mit seinen seltenen Fachwerkhäusern über 140 Stauwehre.

In Clermont-Ferrand, der größten Stadt der Auvergne, wurde der mächtige Bau der Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert ins Visier genommen. Sie ist Frankreichs einzige gotische Kathedrale aus Lavagestein. Der Stein kommt aus der Umgebung mit Dutzenden Vulkanen, die erst vor 4000 Jahren erloschen sind. Doch den geplanten Weg auf den höchsten Vulkan der Gegend, den Puy de Dome mit der Ruine eines römischen Tempels, verwehrte das schlechte Wetter. Wenigstens ließ sich Vercingetorix betrachten, der als historischer Held der Gallier auf dem Sockel eines Denkmals viele der bayerischen Besucher an Asterix und Obelix erinnerte.

Einblicke in die vergangene Welt des französischen Hochadels gewährte der Besuch von Schloss Lapalisse, das im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Eine romanische Kirche von seltener Eleganz war Ziel des Abstechers nach Chatel Montagne. In diesem Berg- und Künstlerdorf hat der Botschafter von Vichy in Bad Tölz auch sein französisches Domizil: Eric Bardet kam vor 17 Jahren zunächst nur für einen kurzen beruflichen Aufenthalt nach Deutschland. Zum Glück ist er im Isarwinkel geblieben. Er engagiert sich im Partnerschaftsverein, bereitet alle Reisen nach Frankreich vor und zeigte auch diesmal wieder den Tölzern mit viel Herz seine Heimat.

Mit einer Gegeneinladung zum Bayerisch-französischen Abend im neu renovierten Stadtsaal revanchierte sich die Delegation. Neben mitgebrachtem Reutberger Bier und zünftiger Brotzeit sorgten die Melkstattmusi und die Edelweißer für die richtige Stimmung. Ein Höhepunkt für die französischen Gäste, darunter die Dirigenten der Musikkapelle "Musicale de Vichy" Bruno Besson und Veronique Gagnat, waren das Platteln und die überraschende Choreinlage, mit der alle Tölzerinnen und Tölzer aufwarteten.

Dass Partnerschaften nur von dauerhaften Kontakten leben, ist allen Beteiligten klar. "Die Liste der Aktivitäten ist lang", zählt Englert auf. "Es gibt einen Austausch mit dem Gabriel von Seidl Gymnasium sowie der Krankenpflegeschule der Asklepios Stadtklinik, es gibt Begegnungen von Trachtenvereinen und Musikkapellen und Besuche von Jugendsportlern und Radfahrern." Im Kommen ist die Vermittlung von Praktikanten, Hospitanten und Volontären in allen möglichen Betrieben und Einrichtungen.

Die nächsten Schritte hat Englert mit Jacqueline Brunel, der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees von Vichy, sowie mit Alain Ugonet und Bruno Besson bereits besprochen. Im nächsten Jahr soll die Tölzer Stadtkapelle eingeladen werden, und 2009 wird Vichy ein Folklore-Festival mit Trachtengruppen aus den Partnerstädten ausrichten. Ein Wiedersehen in Bad Tölz an Leonhardi gehört für die französischen Freunde zu den Pflichtterminen. Und die erste Anfrage für diesen Sommer ist auch schon da: Ein Schüler aus Vichy (15 Jahre, spricht deutsch, Vorliebe Reiten) möchte in diesem Juli für drei Wochen nach Bad Tölz; im Gegenzug dürfte jemand nach Vichy fahren.

Allez!

 
Übergabe der Erinnerungsfotos
Beste Laune bei allen offiziellen Vertretern der Städtepartnerschaft rief die Übergabe der Erinnerungsfotos vom 40jährigen Jubiläum hervor.

Opernhaus Vichy
Noch immer prachtvoll: Das Opernhaus von Vichy, angereichert um die Tölzer Delegation.
 
 
 

Bürgerfahrt nach San Giuliano Terme vom 17. - 22. Mai 2005

43 Tölzerinnen und Tölzer brachen also voller Erwartung in früher Morgenstunde zur ersten Bürgerfahrt in die Partnerstadt in der Toscana auf.

Abfahrt:
Dienstag nach Pfingsten , das Wetter war ungemütlich, regnerisch, ...in Italien kann es nur besser werden, und tatsächlich, ab dem Brennerpass wurde es auch besser.

Die Fahrt verlief mit entsprechenden Pausen, jedoch ohne Probleme, nicht zuletzt dank unseres Busfahrers Toni Heimkreiter der Europa besser als sein Wohnzimmer zu kennen scheint..

Ankunft:
kurz nach 16.00 Uhr in San Giuliano Terme : Auf der Autobahn bei Massa begann es plötzlich wie aus Kübeln zu schütten, wir kamen vom Regen in die Taufe. Warum sind wir bloß daher gefahren dachte manch einer laut ...

Das Abendessen im Hotel war dann eine kleine kulinarische Entschädigung für den Empfang durch das Wetter in der Partnerstadt.

 

Mittwoch:
Um 10.00 Uhr war der Empfang bei der Gemeinde mit 1. Bgmstr Panattoni, angesetzt. Wir wurden im schönen Sitzungssaal der Gemeinde empfangen, Nur die martialischen Wandbilder, die vor den Greueln des Krieges warnen sollen, wirkten auf manche doch recht dräuend. Bgmstr. Panattoni brachte seine Wertschätzung und Freude über die Partnerschaft mit Bad Tölz zum Ausdruck.

Vorsitzender Englert überreichte 1.Bürgermeister Panattoni das Tölzer Jubiläums - Bierkrügl, damit er das Reutberger Bier auch standesgemäß trinken kann.

Die Gemeinde hatte ein wunderbares Büffet aufgebaut, bedauerlicherweise hatten die Meisten noch nichts runtergebracht, so kurz nach dem Frühstück. Anschließend ging es mit dem Bus zur Besichtung der Kartause von Calci. Es goss wieder in Strömen, aber zum Glück dauert auch der Regen nicht ewig.

Der Kartäuserorden wurde gegründet vom hl. Bruno von Köln - ein seltener Orden, eine riesige, feudale Klosteranlage für ganze 14 Mönche, die hier ein Leben lang meditierten mussten .Eigentlich merkwürdig. Die Mönche mussten sich einer doch recht kurios anmutenden Aufnahmeprüfung unterziehen: Man wurde auf adelige Abstammung geprüft und musste eine ansehnliche Mitgift einbringen.

Da hat sich so mancher seine Gedanken gemacht, ob diese Herren wirklich Gott gesucht haben, oder ob Sie von mächtigeren Zeitgenossen im Kloster ruhig gestellt wurden. Eine "Zelle" ist vergleichbar einem heutigen Reihenmittelhaus mit Garten und Hobbywerkstatt. Die Arbeiten mussten übrigens die Fratres erledigen, da gab es eine strikte Trennung die bis hin zur letzten Ruhestätte erkennbar ist. Zum Erstenmal spürten wir auch die Auswirkungen des Papstes aus Altbaiern: Unsere Gruppe aus Bad Tölz bekam freien Eintritt, weil wir aus der Heimat des Papstes kommen!

Danach gings weiter nach Lucca, zur Stadtführung mit Frl. Tiziana. Die gut erhaltene Stadtmauer mit ihren vielen Vorwerken machte mächtigen Eindruck und zeugte von den ständigen Händeln der Städte um die Vormacht in jener Zeit. Lieblingsfeind von Lucca war offensichtlich Pisa. Natürlich hat man sich auch mit Florenz gemessen.

Neben den majestätischen Kirchen wurde natürlich dem begnadeten Künstler Giacomo Puccini ein Besuch abgestattet, sein Geburtshaus wurde gerade restauriert und zu einem Museum umgebaut. Auf der berühmten Piazza, die das Oval des ehemaligen Amphitheaters darstellt, klang der Stadtbummel aus, und der Himmel überlegte sich, ob er zur Umsatzsteigerung der Regenschirmverkäufer nicht doch beitragen sollte.

Auf der Rückfahrt von Lucca wurde noch das neueröffnete "Museo del Costumi" in San Giuliano Terme besucht. Film- und Theaterkostüme aus bekannten Filmen und von vielen Opernhäusern werden hier präsentiert. Eine großartige Sammlung wurde hier zusammengetragen. Die Fahrtteilnehmer waren schon etwas ermüdet, es war ein sehr umfangreiches Tagesprogramm, so fand erwartungsgemäß das Museum bei den Damen größeres Interesse, bei den Herren hielt sich die Begeisterung eher in Grenzen. Erholung gab es dann beim Abendessen in Metato im Ristorante Belvedere.

 

Donnerstag:
Exkursion nach San Gimignano, und Volterra.

Besonders beeindruckend sind die 15 verbliebenen Geschlechtertürme von San Gimignano ursprünglich waren es mal 72. Was war das zur Zeit ihrer Erbauung für ein Demonstration von Macht! Berühmt ist San Gimignano heute für den edlen Weißwein aus der Vernaccia - Traube und für den besten Safran Italiens.

In Volterra schlug uns die riesige Burganlage in ihren Bann, die dann als Gefängnis "missbraucht" wurde, das röm. Amphitheater, die Museen mit den herrlichen Alabasterarbeiten und natürlich die wunderbare Aussicht über die seelenberuhigende Landschaft der Toscana. Volterra war eine Hochburg der Alabasterverarbeitung, viele Läden und Werkstätten zeugen noch heute davon. Anschließend besuchten wir einen Weinbauern in Chianni, mitten in der toscanischen Landschaft zw. Volterra und Pisa, er bot einen guten Wein zu einem günstigen Preis an. Es war ein schattiges Plätzchen zum angenehmen verweilen.

Der Winzer war übrigens ein Jagdfreund von Roberto die Angelis. Auf der Heimfahrt übten wir inbrünstig bayerische Lieder für unseren bayerischen Abend.

Das Abendessen wurde in der Villa Posci eingenommen, einer ehemaligen herrschaftlichen florentinischen Villa mit entsprechendem Ambiente, die zu einem Speiselokal umgebaut wurde. Wir lernten die kulinarischen Köstlichkeiten der Toscana kennen. Das war mit Fug und Recht der kulinarische Höhepunkt der Bürgerfahrt. Das Heimgehen fiel nach diesem exzellenten Genuss so manchem schwer.

 

Freitag:
Am Freitag stand die Stadtführung in Pisa auf dem Programm, Leider streikten die Pendelbusse zum Busbahnhof. Doch Enzo Balatresi, Comandante der Stadtpolizei stellte uns kurzerhand ein Polizeifahrzeug als Eskorte zur Verfügung, und so fuhren wir eben mit Blaulicht nach Pisa. Die Führerin Sabrina Lanzoni war allein eine Attraktion für sich. Sie wollte uns gleich heimschicken als wir erwähnten dass wir bereits in Lucca waren. Dom und Baptisterium wurden ausgiebig besichtigt und akustisch getestet, der schiefe Turm von unten, nur ein einem einzigen Reiseteilnehmer hat ihn erklommen.

Schließlich hängt das Teil auch 5,40 Meter über. Ab drei Uhr nachts dreht sich der Turm meistens, (manchmal) aber nicht alle wollten das erleben.

Ausgiebig, aber sehr witzig und unterhaltend machte uns Sabrina mit den Rivalitäten zwischen den Städten Lucca, Florenz und Pisa vertraut. Durch die Altstadt ging es dann zum Arno und zur Piazza Garibaldi dem italienischen Freiheitskämpfer der für die Einigung Italiens kämpfte.

Zurück ging es dann auf Umwegen per Pedes zum Busparkplatz an der Peripherie da die Shuttle Busse wie gesagt streikten. So lernten wir auch die Randbezirke und den Güterbahnhof von Pisa kennen. Anschließend ging es in den Naturpark San Rossore, welchen wir nach längerer Suche auch fanden.

Wir irrten erst die Via Aurelia rauf und runter, sahen verschiedene Gewerbetreibende, angeblich Direktvermarkter, ehe wir die richtige Straße ausfindig machen konnten. Wir störten dabei eine Rotte Wildschweine bei der Futteraufnahme, doch dann gings zur ehemaligen Sommervilla des Präsidenten der Republik Italien. Von außen eine interessante Architektur, das Interieur konnte jedoch den Charme der 60er Jahre nicht verhehlen. Leider standen wir dann vor dem verschlossenen Meer, unser bestellter Führer saß in der Parkverwaltung an der Bar und hatte uns einfach nicht bemerkt.

Aber man kann ja im Pinienwald auf Schleichwegen den Zaun umfahren, und so standen wir schließlich doch noch vor dem offenem Meer. Alfred Binder ließ es sich nicht nehmen das Meer auf seine Badetauglichkeit zu testen, was unseren Führer wiederum sehr besorgte, denn es war kein Rettungsschwimmer zugegen ...

Weiter ging es dann zu einer Schifffahrt auf dem Lago Massaciuccoli, einem Flachgewässer das jetzt Naturschutzgebiet ist, jedoch noch mit spärlicher Fauna. was von einer gewissen Jagdeifer der Anrainer zeugt. Neben dem Schiffsdiesel wurden wir mit Puccinis Arien per Lautsprecher beschallt. Die Rundfahrt zwischen Meer und den Bergen war herrlich, so dass man in diesem Fall durchaus auf die gut gemeinten Künste Puccinis verzichten könnte.

Abends gab es dann in Marina del Vecciano das ortstypische Fisch - Menü, von dem Viele begeistert waren, andere eher weniger, aber die Geschmäcker sind eben verschieden, und es kam trotzdem jeder auf seine Kosten. Vorher konnte man noch am Strand liegen und die Abendstimmung am Meer genießen, die leichte Brise war aber noch recht kühl.

 

Samstag:
war bereits wieder unser letzter Besuchstag. Wir ließen es geruhsam angehen, wollten dem Ölbauern unseren Freund Francesco Manca auf seinem Hof einen Besuch abstatten. Leider waren wir überpünktlich, so das uns noch niemand erwartete, und der Hofbesuch entpuppte sich als mittlere Klettertour in einen Ölberg. was besonders dem eleganten Schuhwerk unserer Damen nicht gerade entgegenkam.

Natürlich gibt es hier das beste Olivenöl Italiens und die üppige Flora der begnadeten Landschaft zu bestaunen. Bei einem Imbiss im Anschluss konnten wir uns vom guten Öl überzeugen, dabei überreichten wir Francesco und seiner Frau Sandra das "Tölzer Lebenselixier" von Janssen. Der Besuch im Ölberg war äußerst informativ, da wir ansonsten nur das fertige Produkt in der Flasche kennen lernen..

Der Nachmittag war zur freien Verfügung, ehe dann abends unser bayerischer Abend auf dem Programm stand, für den wir reichlich Bayerische Schmalkerl mitgebracht hatten Würste, Schinken, und natürlich Reutberger Edelstoff. bis 14.00 Uhr hätte die Veranstaltung noch im Hotel stattfinden sollen, da hieß es plötzlich: geht nicht!

Jetzt wurde es allmählich heiß! Nach mehreren Telefongesprächen von 2. Bgmstr. P. L. Chelossi hieß es plötzlich im Pfarrhof!

Der Pfarrhof war dann gefunden, er zeigte sich doch nicht darauf vorbereitet, er wusste ja schließlich nichts von unserem Ansinnen. Tische und Stühle fanden sich, Geschirr war nicht da, sonstige Beilagen und Zutaten natürlich auch nicht. Also auf zum Carrefour nach Pisa. Mit zwei Autoladundungen kamen wir zurück und mit vielen Helfern aus unserer Gruppe und unseren Gastgebern brachten wir die Vorbereitungen soweit voran, dass wir zum angesetzten Beginn einigermaßen fertig waren. Freund Max führte die Reisegruppe und die Gäste im Langsamschritt heran um noch etwas Zeit zu gewinnen.

Das Bier war übrigens entgegen bayerischer Gepflogenheit neben dem Kühlraum aufbewahrt worden. Verschiedene Damen aus unserer Gruppe hatten ein Quiz vorbereitet, das zum Gaudium Aller in bayrisch - toskanischen Gruppen gelöst wurde. Unsere Sangeskunst konnten wir leider nicht mehr zum Besten geben, denn ein Musikcorps der Bersaglieri spielte seine flotten Märsche auf der Piazza und damit endete unser bayerischer Abend etwas früh aber sehr schön.

Wir wurden sehr gut betreut von der Gemeinde, von der Tourist - Info der Gemeinde PRO LOCO, mit Präsident Roberto di Angelis, von Carolina Flinz, von Chiara Patrizia und der Mannschaft der PRO LOCO. Es war unsere erste Bürgerfahrt nach SGT, manchmal muss man sich erst an die italienischen Verhältnisse gewöhnen, wo eine halbe Stunde nicht unbedingt eine meßbare Zeiteinheit bildet. Aber es geht schließlich alles, zwar vielleicht etwas anders, aber durchaus mit weniger Stress. Es geht los wenn alle da sind, ist eigentlich nur logisch.

Natürlich gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung, besonders möchte ich die Gegenseitigen Begegnungen ausbauen, und wer mitarbeiten möchte und gute Ideen hat, der kann und soll sich natürlich einbringen. Die Bürgerfahrt ist keine subventionierte Urlaubsreise, sie hat ein gezieltes kulturelles Programm und jeder war gefordert zum Guten Gelingen des Unternehmens selbst beizutragen. Mein Eindruck war, die Reise hat sich gelohnt, und ich würde mich freuen wenn es den Mitreisenden auch so ergangen wäre.

Bei Allen Reiseteilnehmer möchte ich mich herzlich bedanken, dass die Bürgerfahrt so glatt über die Bühne ging, dass die Stimmung gut war, auch wenn wir mal eine Viertelstunde warten mussten. Herzlichen Dank auch Allen die an der Vorbereitung und der Durchführung unserer Bürgerfahrt beteiligt waren.

 

MARTIN ENGLERT
1. Vorsitzender

 
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