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Unsere Aktivitäten, Ereignisse und Jubläen sind auf dieser Seite chronologisch dokumentiert.

 

Jubiläum
40 Jahre Städtepartnerschaft Bad Tölz - Vichy
20. - 23. Juli 2006

 

Festprogramm

Donnerstag 20. Juli
Ankunft der Gäste aus Vichy
20.30 Uhr Abendessen im Grünerbräu mit Willkommensgruß der Stadt und Feuerwerk

Freitag, 21. Juli
9.30 Uhr Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der Partnerschaft 40 Jahre Bad Tölz - Vichy im Foyer des Rathauses anschließend Stadtführungen
13.30 Uhr Ausflüge: Brauneck - Kloster Benediktbeuern Nachmittag Ankunft der Gäste aus San Giuliano Terme
20.30 Uhr Europäischer Kulturabend beim Schützenwirt in Ellbach mit Auftritt der Gruppenaus Vichy, San Giuliano Terme und Bad Tölz

Samstag, 22.Juli
9.30 - 12.00 Uhr Volkstänze in der Marktstraßemit den Gruppen aus Vichy und San Giuliano Terme Standkonzert der Musikgruppen aus Vichy und SGT in der Marktstrasse
Spiele ohne Grenzen in der Marktstrasse mit Tölzern und Gästen
14.30 Uhr Aufstellung am Rathaus zum Kirchenzug
15.00 Uhr Festgottesdienst in der Mühlfeldkircheanschließend Festzug Marktstraße - kleiner Kursaal
17.00 Festakt im kl. Kursaal bzw. vor dem kl. Kursaal Auftritt der Gruppen aus Vichy, San Giuliano Terme und Bad Tölz

Sonntag, 23. Juli
Vormittags zur freien Verfügung
13.00 Uhr Großer historischer Festzug 100 Jahre Stadt Bad Tölzmit Gruppen aus San Giuliano Terme und Vichy Rückreise der Gäste aus San Giuliano Terme am Sonntagabend.
Rückreise der Kapelle usicale de Vichy am Sonntagabend
Rückfahrt der übrigen Gäste aus Vichy am Montag morgen
Kontinuierliche Aktionen: Marktstände der Partnerstadt San Giuliano Terme auf dem Schlossplatz mit Spezialitäten aus ihrer Heimat ab 20. Juli

Fotoausstellung im Foyer des Rathauses zur Geschichte der Partnerschaft mit Vichy

Rede von Martin Englert, Stadtrat und Kulturbeauftragter von Bad Tölz und 1. Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Bad Tölz - Vichy - San Giuliano Terme, am 30. Mai 2007 im Rathaus von Vichy

Sehr geehrter Herr Vertreter des Bürgermeisters und Kollege im Stadtrat,
lieber Freund Bernard Kajdan,
sehr geehrte Mitglieder der Stadträte von Vichy und Bad Tölz,
sehr geehrte Mitglieder des Städtepartnerschaftskomitees von Vichy,
sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Partnerstadt Vichy!

Ich darf Sie im als Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Bad Tölz ganz herzlich begrüßen und mich für den freundlichen Empfang, den Sie unserer Gruppe in Ihrer schönen Stadt bereitet haben, herzlich bedanken.

Leider war es unserem Bürgermeister wegen terminlicher Amtsgeschäfte nicht möglich mit zu kommen, er hat es sehr bedauert. Er lässt Ihrem Bürgermeister Dr. Malhuret und allen Freunden in Vichy die besten Grüße und Wünsche ausrichten.

Auf 41 Jahre kann unsere Partnerschaft heuer zurückblicken, menschlich gesehen das beste Alter, beste Gesundheit und Schaffenskraft, dem jugendlichen Leichtsinn entronnen und weit entfernt von der Schwerfälligkeit des Alters.

Die Partnerschaft ist wie ein Schneeball, ist sie einmal ins Rollen gebracht, nimmt sie alle mit, verliert auch wieder mal etwas und es kommt immer wieder neues hinzu. Deshalb sind wir den Begründern unserer Städtepartnerschaft Ms. Sulacroix und Ernst Schweinberger dankbar, dass sie die Partnerschaft auf den Weg gebracht haben. An uns liegt es nun, den Ball am Laufen zu halten. Wir wissen ja, auch ein Ball rollt nicht allein, viele Kräfte wirken auf ihn ein und wollen ihn am rollen hindern.

So haben wir uns ganz besonders gefreut, dass wir im letzten Jahr das 40-jährige Jubiläum unserer Städtepartnerschaft mit Euch lieber Bernard, mit der Gruppe Vichy et ses Sources und der Musikkapelle Musicale de Vichy in Bad Tölz feiern konnten. Es war ein herrliches Fest, von dem wir heute noch begeistert sind. Das Jubiläum war ein Meilenstein auf dem langen Weg unseren Beziehungen. Dafür möchte ich Ihnen heute nochmals den Dank der Stadt Bad Tölz aussprechen.

50 Jahre sind ins Land gegangen, seit von den 6 Gründernationen die Verträge von Rom geschlossen wurden, aus der Montan-Union wurde eine Wirtschaftsgemeinschaft gebildet. Es hat sich viel geändert in dem halben Jahrhundert, Europa wurde stark im Konzert der Weltmächte, die Herausforderungen und die Kompetenzen auf dem Weltmarkt haben sich verschoben, die Wirtschaftsgemeinschaft hat sich zu einer europäischen Gemeinschaft von 25 Mitgliedstaaten entwickelt, ohne Zweifel eine begrüßenswerte Entwicklung für Europa.

Entsprechend vielfältig werden dann die nationalen Ansprüche an die Gemeinschaft, und die Problematik einen gemeinsame Basis zu finden, wird nicht leichter. Die kann bei objektiver Betrachtung nur mehr per Mehrheitsbeschluss herbeigeführt werden.

Eine funktionierende Gemeinschaft braucht aber ein Herz, das den Organismus Europa am Leben hält, und das ist ohne Zweifel die deutsch - französische Freundschaft, die weit über die normale, sachlich bürokratische Zusammenarbeit zwischen EU Mitgliedsstaaten hinausgeht.

Wir dürfen uns sehr glücklich schätzen, dass nach all den unseligen nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen der beiden vergangenen Jahrhunderte verantwortungsbewusste Politiker wie General de Gaulle und Konrad Adenauer zur Einsicht gelangten in der Zukunft darf das nie wieder geschehen.

Und die Versöhnung zwischen unseren beiden Völkern einleiteten. Es war für Frankreich und für Deutschland nicht einfach, aufeinander zuzugehen einander die Hand zu reichen, nach all dem was vorgefallen war. Deshalb sind wir dem großen französischen Volk zu Dank verpflichtet.

Besonders treffend hat es einmal mein Kollege im Stadtrat und Freund Bernard Kajdan ausgedrückt: "Wir müssen Brücken wiederaufbauen, die Andere vor uns eingerissen haben."

Wie wichtig und wie richtig diese Entscheidung war kann man daran ermessen, dass wir im alten Europa die längste Friedensperiode seit Jahrhunderten haben.

Dem französischen Volk und besonders unseren Freunden in Vichy möchte ich zur Wahl des neuen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy herzlich gratulieren. Er wird sich in die Reihe de großen französischen Staatsmänner einfügen.

In seiner Antrittsrede hat Staatspräsidenten Nicolas Sarcozy die Bedrohung durch den Klimawandel und die Menschenrechte an vorderster Stelle genannt. Probleme die auch uns auf den Nägeln brennen.

Aber auch die europäische Gemeinschaft ist das Anliegen des neuen Staatspräsidenten. Europa muss aus einer Lähmung befreit, sagte er, aus einer Stagnation wieder flott gemacht werden. Hier ist es erforderlich, die Zusammenhänge und die Entscheidungen nachvollziehbar für die Bürger transparent zu gestalten.

Es war für das deutsche Volk eine großartigen Geste und für die deutsch französische Partnerschaft eine Bestärkung, als Staatspräsident Sarkozy noch am Tage seiner Amtseinführung zum Antrittsbesuch zu Bundeskanzlerin Merkel nach Berlin reiste. Wir wissen diese freundliche aber auch noble Geste des französischen Staatspräsidenten sehr wohl zu würdigen. Wir haben uns in Deutschland riesig und ehrlich gefreut.

Und ich möchte mit einem bedeutungsvollen Zitat von Staatspräsident Sarkozy enden, als er in Berlin sagte: "Die deutsch französische Freundschaft ist heilig!"

Die Partnerschaft zwischen Bad Tölz und Vichy ist auch uns heilig, meine sehr verehrten Dame und Herren, und wir werden alles dafür tun, dass sie Bestand hat.

Vive Vichy!
Vive Bad Tölz!
Vive le jumelage!

 
 
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